BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (Traunreut) setzt robotergestützte optische 3D Messsysteme COMET 5 4M zur automatischen Bauteilinspektion ein
Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH bietet weltweit Hausgeräte an, die durch Qualität, Design und Leistung überzeugen. Am Fertigungsstandort Traunreut werden vor allem Elektroherde und Backöfen sowie Kochfelder, Mikrowellenkombigeräte und Warmwasserbereiter produziert. Innovationen haben Tradition in Traunreut: So kommen beispielsweise der erste Herd mit Backwagen oder der erste Herd mit Bratautomatik aus diesem Standort. Weitere bedeutende Innovationen sind der Herd mit integrierter Mikrowelle, der erste Vollelektronikherd sowie Kochfelder mit Koch- und Bratsensorik.
Die Hochwertigkeit der Produkte wird mit modernster Messtechnik garantiert. So kommt bei BSH Traunreut seit kurzem auch im Bereich der Qualitätsprüfung mit der automatischen optischen 3D Bauteildigitalisierung und -inspektion eine weitere technische Innovation hinzu. Mit der schrittweisen Inbetriebnahme von insgesamt drei kompletten robotergestützten optischen Inspektionszellen von Steinbichler Optotechnik GmbH vertraut das Unternehmen auf die neueste COMET 5 Sensorgeneration. Jede Inspektionszelle ist mit einem 4 Megapixel-Sensor ausgestattet, der von einem Roboter mit Armverlängerung positioniert wird. Durch diese Konfiguration können die Bauteile besonders effizient vermessen werden.
Das zu vermessende Objekt (Montagerahmen, Frontblenden, Klebeprofile etc.) liegt auf einer speziellen Drehtischeinheit, deren Oberfläche mit einer photogrammetrisch eingemessenen Referenzpunktkulisse versehen ist. Nach dem Start der Messung durch die Eingabe der Ident-Nummer folgen die Datenaufnahme mit der Messsoftware COMETplus Reference und die automatische Auswertung und Protokollierung mit der Inspektionssoftware COMETinspect.
Die Projektverantwortlichen bei der BSH entschieden sich aufgrund wesentlicher Argumente für den Wechsel von der bisherigen taktilen Verfahrensweise zur optischen Messtechnik: Mit der COMET 5 Sensorkonfiguration wird eine hohe Messgeschwindigkeit erreicht; zudem ist die vollständige 3D-Aufnahme der zu prüfenden Teile und die berührungslose Vermessung von aushärtenden Klebeteilen ein entscheidender Vorteil. Zusätzlich zu Einzelpunkten und Einzelmaßen können auch flächige Vergleiche zwischen dem Messobjekt und einem Referenzteil (CAD-Modell) durchgeführt werden.
Bei Vorliegen eines 3D Messdatensatzes können die Maße bei Bedarf auch nachträglich noch überprüft werden. Besonders bei der Vermessung noch während des Aushärte-prozesses von geklebten Bauteilen (z.B. von Klebeprofilen auf Glasscheiben) wird die Zeit bis zum Vorliegen des Messergebnisses (QS-Prüfbericht) drastisch verringert. Eventuell notwendige Eingriffe in den laufenden Produktionsprozess können so früher vorgenommen werden.
Die drei robotergestützten COMET 5 Inspektionszellen werden während des 7. Steinbichler InfoForums 3D-Digitalisierung am 13. November 2008 bei BSH in Traunreut vorgeführt.