Die Shearografie-Technologie ist ein interferometrisches Prüfverfahren, mit dem Beschädigungen oder Defekte an belasteten Bauteilen erkannt werden können. Mit diesem Messverfahren können sogar Verformungen mit einer Größe von wenigen Mikrometern erkannt werden. Somit kann eine relativ geringe Bauteilbelastung schon zu eindeutigen Messergebnissen führen, was besonders für die NDT-Prüfung zwingend vorgeschrieben ist.
Das Prüfobjekt wird mit Laserlicht beleuchtet und durch eine CCD-Kamera mit einer so genannten Shearing-Optik betrachtet. Diese Optik projiziert das Objektbild zweifach auf den Kamerachip; somit wird jeder Objektpunkt doppelt auf dem CCD-Chip dargestellt. Wenn sich das Prüfobjekt auf Grund einer Belastung verformt verändert sich das vom Bauteil reflektierte Laserlicht. Durch die Überlagerung eines Bildes in unbelastetem Objektzustand mit einer Aufnahme, die unter Belastung aufgenommen wurde, kann die Veränderung eines Bildpunktes erkannt werden. Die jeweils optimale Belastungsart (thermisch oder Druck- und Vakuumbelastung) ist von Fehlertyp, Fehlertiefe und Fehlerart abhängig und wird idealerweise vor der Serienprüfung durch Versuche an Musterteilen ermittelt.